Testbericht – DJI Mini 4 Pro

Die DJI Mini 4 Pro setzt neue Maßstäbe im Bereich kompakter Kameradrohnen. Mit einem verbesserten Kamerasystem, Hinderniserkennung in alle Richtungen und leistungsstarken Flugmodi präsentiert sich die neueste Generation der Mini-Serie als perfekter Begleiter für Einsteiger und ambitionierte Hobby-Piloten. In diesem ausführlichen Testbericht erfährst du, welche Neuerungen die Mini 4 Pro mitbringt, wie sie sich in der Praxis schlägt und worin ihre Stärken und Schwächen liegen.

DJI Mini 4 Pro Testbericht

1. Überblick und Positionierung

Seit DJI die Mini-Serie auf den Markt gebracht hat, steht sie für Drohnen unter 250 Gramm, die einfach transportierbar und rechtlich leichter zu fliegen sind. Die Mini 4 Pro baut darauf auf, erweitert das Konzept jedoch um noch bessere Kamera-Funktionen und ein Rundum-Sicherheitssystem. Sie richtet sich an:

  • Einsteiger, die erstmals eine hochqualitative Kameradrohne möchten.
  • Reisende, die dank des geringen Gewichts kein großes Gepäckproblem haben.
  • Ambitionierte Filmer, die Wert auf 4K-Video, Log-Profile und intelligente Flugmodi legen.

2. Technische Daten und Neuerungen

Merkmal Beschreibung
Abfluggewicht Ca. 249 g (mit Akku und Propellern)
Kamera 1/1.3 Zoll CMOS-Sensor, 48 MP Fotos, 4K/60fps Video
Hinderniserkennung Omnidirektional (vorne, hinten, oben, unten, seitlich)
Flugzeit Max. ~34 Minuten (Standard-Akku), höher mit Extended Battery
Video-Modi Normal, Cine, Sport, MasterShots, QuickShots
Funkübertragung DJI O4 (bis zu 10 km Reichweite, je nach Region)
Besonderheiten Vertikal-Modus für 9:16 Aufnahmen, D-Log M Profil, ActiveTrack 5.0

Größte Neuerung gegenüber dem Vorgänger ist die Rundum-Sensorik für Hindernisse und das verbesserte Kameramodul. Auch die neuen Flugmodi wie ActiveTrack 5.0 heben das Pilotenerlebnis und die Aufnahmen auf ein höheres Level.


3. Design und Handling

Optisch bleibt die Mini 4 Pro der kompakten Faltbauweise treu. Zusammengeklappt passt sie in nahezu jede kleine Tasche. Die Steuerung erfolgt über die DJI RC2 (oder RC-N2) Fernsteuerung mit integriertem Display beziehungsweise Smartphone-Halterung.

  • Aufbau: In wenigen Handgriffen entfaltbar, Propeller vorsichtig ausklappen. Akkufach hinten.
  • Gewicht: Unter 250 g, wodurch Rechtsvorteile in vielen Ländern bestehen (keine oder vereinfachte Registrierung).
  • Haptik: Hochwertiges Kunststoffgehäuse, recht robust für die geringe Größe.

Die Omnidirektionale Hinderniserkennung arbeitet über Weitwinkel-Sensoren an allen Seiten. Das nimmt Piloten viel Stress, gerade in komplexen Umgebungen.


4. Flugperformance und Hinderniserkennung

Im Test fliegt die Mini 4 Pro bemerkenswert stabil und reagiert präzise auf Steuerbefehle. Auch bei moderatem Wind bleibt sie dank GPS und Visionsensoren stabil in der Luft.

  • Hindernissensorik: Die Sensoren erfassen Objekte rundum. Mit APAS 5.0 kann die Drohne Objekte umfliegen. In engen Passagen sollte man dennoch vorsichtig sein.
  • Geschwindigkeit: Im “Sport-Modus” sind bis zu 16 m/s möglich, Normal-Modus für smoothe Kamerafahrten, Cine-Modus reduziert Geschwindigkeit nochmals für ruhige Shots.

Das O4-Funksystem bietet eine stabile Videoübertragung, selbst auf mehrere Kilometer. In der Praxis hängt die Reichweite natürlich von Störsignalen und Gelände ab.


5. Kameraqualität

Die Kamera ist das Herzstück jeder Drohne. Mit einem 1/1.3-Zoll-Sensor kann die Mini 4 Pro in 4K bis 60fps aufnehmen und Fotos mit bis zu 48 MP knipsen.

  • Farbdarstellung: DJI-typisch lebendig, wahlweise natürlich oder mit D-Log M für mehr Dynamik.
  • Low-Light: Dank größerem Sensor besser als frühere Mini-Modelle, allerdings kein Vergleich zu größeren Mavic 3-Sensoren.
  • Stabilisierung: 3-Achsen-Gimbal, sehr flüssig, selbst bei Wind.

Besonders hervorzuheben ist der neue Vertikal-Aufnahmemodus für Social Media (9:16). Wer Reels oder TikToks filmt, kann so ohne nachträglichen Beschnitt direkt Hochformat aufnehmen.


6. Intelligente Flugmodi & ActiveTrack 5.0

DJI integriert wieder verschiedene Automatik-Modi:

  • QuickShots: Kurze, vorprogrammierte Manöver (Dronie, Helix, Rocket etc.) für eindrucksvolle B-Roll.
  • MasterShots: Kombination mehrerer QuickShots zu einem fertigen kurzen Clip.
  • Hyperlapse: Zeitraffer in der Luft, z.B. langsames Vorwärtsfliegen über mehrere Minuten.
  • ActiveTrack 5.0: Objektverfolgung aus unterschiedlichen Winkeln, Hindernisse werden erkannt und umflogen.

Gerade ActiveTrack 5.0 ist intelligenter geworden und kann Zielobjekte auch nach kurzzeitigem Verschwinden wieder identifizieren.


7. Akkulaufzeit & Laden

Die offizielle Flugzeit gibt DJI mit bis zu 34 Minuten an, was unter Realbedingungen (Wind, Manöver, Kälte) eher 25–30 Minuten bedeutet.

  • Extended Battery: In manchen Regionen erhältlich, erhöht Flugzeit auf ~45 Minuten, bringt die Drohne jedoch über 249 g.
  • Ladehub: Optionales Zubehör, um mehrere Akkus gleichzeitig zu laden.

In der Praxis ist es sinnvoll, mindestens zwei Akkus zu besitzen. So kann man direkt weiterfliegen, während der andere lädt.


8. Bedienung & Software

Als App kommt wie gewohnt die DJI Fly App zum Einsatz. Sie bietet eine übersichtliche Oberfläche, in der man Kamera- und Flugeinstellungen rasch anpassen kann.

  • Manuelle Kontrolle: ISO, Weißabgleich, Verschlusszeit können eingestellt werden.
  • Automatik: Wer sich nicht auskennt, verlässt sich auf die Auto-Settings.
  • Firmware-Updates: Drohnen und Fernbedienung erhalten Updates via App.

Auch die Nachbearbeitung erster Schnell-Clips ist in der Fly App möglich, aber wer wirklich professionell schneiden möchte, überträgt das Material auf einen PC/Mac.


9. Rechtliche Aspekte

Obwohl die Mini 4 Pro unter 250 g bleibt, gelten dennoch Drohnen-Regularien. Wichtig:

  • Registrierung: In vielen Ländern muss der Pilot registriert sein, trotz Unter-250g-Ausnahme.
  • Versicherung: Oft Pflicht, um mögliche Schäden abzudecken.
  • Flugverbotszonen: Flughäfen, Naturschutzgebiete etc. immer meiden.

Informiere dich vor dem Flug über aktuelle Gesetze in deinem Land oder Reiseland. Hohe Bußgelder drohen bei Verstößen.


10. Vor- und Nachteile auf einen Blick

Vorteile Nachteile
  • Kompaktes Design & unter 250 g
  • Omnidirektionale Hinderniserkennung
  • Neue Flugmodi (ActiveTrack 5.0, MasterShots etc.)
  • Sehr gute 4K/60fps-Kamera mit Log-Profil
  • Vertikal-Aufnahmemodus für Social Media
  • Kein 10-Bit-Video (nur 8 Bit + D-Log M)
  • Starke Winde können kurze Vibrationen verursachen
  • Flugzeit in Realität etwas geringer als Herstellerangabe
  • Etwas teurer als Vorgängerversionen

Insgesamt überwiegen jedoch klare Vorteile, insbesondere das umfassende Hindernisvermeidungssystem und die solide Bildqualität.


11. FAQ-Bereich

Lohnt ein Upgrade von der Mini 3 Pro?
Wer mehr Sicherheit durch Omnidirektionale Sensoren und ActiveTrack 5.0 schätzt, kann überlegen upzugraden. Die Kamera hat leichte Verbesserungen, aber kein riesiger Sprung.
Wie gut ist die Nachtflug-Tauglichkeit?
Der 1/1.3-Zoll-Sensor liefert passable Low-Light-Aufnahmen. Professionelle Drohnen mit 1-Zoll-Sensor sind aber deutlich besser im Dunkeln.
Brauche ich Drohnen-Fernpiloten-Zeugnis?
Unter 250 g meist keine aufwendige Prüfung nötig, dennoch Registrierungspflicht in vielen Ländern. Je nach Flugort kann theoretisch „A1 Unterkategorie“ gelten.
Ersetzt sie eine Mavic 3?
Nein, die Mavic 3 bietet größeren Sensor, noch mehr Flugleistung. Die Mini 4 Pro ist eher eine kompakte Alternative.

12. Fazit – Wer sollte zur DJI Mini 4 Pro greifen?

Die DJI Mini 4 Pro steht für Kompaktheit und Benutzerfreundlichkeit auf hohem Niveau. Mit ihrer unter 250 g Einstufung ist sie besonders in Ländern interessant, wo strenge Drohnenregeln ab 250 g greifen. Gleichzeitig überzeugt sie durch eine ausgereifte 4K-Kamera, Omnidirektionale Hinderniserkennung und smarte Flugmodi wie ActiveTrack 5.0.

Besonders Reisende, Outdoor-Filmer und Vlogger dürften das geringe Gewicht und das Social-Media-taugliche Vertikal-Feature zu schätzen wissen. Für Projekte mit extremen Ansprüchen an Low-Light oder höchste Farbtiefe stößt der 1/1.3-Sensor an Grenzen, doch im Hobby- und Semipro-Bereich liefert die Drohne beeindruckende Ergebnisse.

Wer sich also nach einer neuen Mini-Drohne umsieht, bekommt mit der DJI Mini 4 Pro ein rundes Gesamtpaket an Flugleistung, Kameraqualität und Sicherheit. Zwar ist der Preis höher als bei Einsteigerdrohnen, doch die Funktionen rechtfertigen den Aufpreis. Letztlich steht dem Abenteuer Luftaufnahmen mit professioneller Anmutung nichts mehr im Wege.


Key Takeaways

  • Komfortable Steuerung, ultraleicht (unter 250 g) – Vorteile bei Flugverordnung
  • 4K/60fps-Kamera mit Log-Profil, solide Low-Light-Leistung
  • Omnidirektionale Hinderniserkennung und ActiveTrack 5.0 für mehr Sicherheit
  • Vertikal-Aufnahme für Social Media
  • Max. Flugzeit ca. 34 Min. (in Praxis meist etwas geringer)

DJI Mini 4 Pro

DJI Mini 4 Pro

Pro Fly More Combo mit RC 2 Fernsteuerung (Bildschirm Fernsteuerung), faltbare Mini-Drohne mit 4K-Kamera, unter 249g, 2 zusätzliche Akkus, Insgesamt 102 Minuten Flugzeit, Klasse-C0

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