DJI RS 4 Combo Testbericht: Der ultimative Gimbal für Videografen
Die DJI RS 4 Combo verspricht, den Standard für Kamera-Stabilisatoren neu zu definieren – ein Muss für jeden ambitionierten Videografen. Mit fortschrittlicher Stabilisierung, innovativen Funktionen und einem umfangreichen Zubehörpaket richtet sich dieser Gimbal an Profis und Enthusiasten, die makellose Aufnahmen in jeder Situation erzielen möchten. Doch hält die RS 4 Combo, was sie verspricht? Dieser Testbericht bietet einen detaillierten Einblick in Design, Technik, Praxis und mehr.
1. Überblick: Was macht die DJI RS 4 Combo so besonders?
Die DJI RS 4 Combo ist die neueste Evolution in DJIs beliebter Ronin-Serie, die 2025 auf den Markt kam und die Nachfolge der RS 3 Combo antreten soll. Dieser Gimbal kombiniert eine robuste Bauweise mit hochentwickelter 3-Achsen-Stabilisierung, die selbst bei dynamischen Bewegungen wie Laufaufnahmen oder Fahrzeugshots glatte Ergebnisse liefert. Mit einer Tragkraft von bis zu 4,5 kg unterstützt er eine breite Palette von Kameras, darunter die Sony A7 IV, Canon R5 oder Panasonic S5, und bietet erweiterte Funktionen wie ActiveTrack 6.0 und einem neuen 1,8-Zoll-OLED-Touchscreen.
- 3-Achsen-Stabilisierung: Für butterweiche Aufnahmen bei jeder Bewegung.
- ActiveTrack 6.0: Verbessertes Objekt-Tracking mit KI-Unterstützung.
- Tragkraft: Bis 4,5 kg, ideal für Spiegelreflex- und Mirrorless-Kameras.
- OLED-Touchscreen: Intuitive Steuerung und Parameteranpassung.
- Zubehörpaket: Inklusive Focus Motor, Dual-Handle, Wireless Transmitter und mehr.
Der Lieferumfang der Combo-Version umfasst neben dem Gimbal selbst einen Focus Motor (für präzise Fokuskontrolle), einen Wireless Transmitter (für kabellose Steuerung), einen Dual-Handle (für Zweihand-Betrieb), einen BG21 Grip (mit Akku), ein Mini-Tripod, eine Tragetasche und diverse Adapter. Dies macht die RS 4 Combo zu einem Rundum-Paket für Profis.
2. Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Abmessungen (gefaltet) | 404 × 210 × 60 mm |
| Gewicht | 1,36 kg (inkl. Akku und Zubehör) |
| Tragkraft | Bis 4,5 kg |
| Batterie | BG21 Grip, ca. 12 Stunden Laufzeit |
| Stabilisierung | 3-Achsen (Roll, Pitch, Yaw) mit 4. Generation Titan-Stabilisierung | Steuerung | 1,8-Zoll-OLED-Touchscreen, Bluetooth 5.0, Wireless Transmitter |
| Kompatibilität | Sony, Canon, Panasonic, Nikon (mit Adapter) |
| ActiveTrack | Version 6.0 mit KI-gestütztem Tracking |
| Zusatzfunktionen | Time-Lapse, Motion-Lapse, Panorama-Modus |
3. Design & Verarbeitung: Qualität trifft Komfort
Mit einem Gewicht von 1,36 kg und kompakten Maßen (gefaltet 404 × 210 × 60 mm) ist die DJI RS 4 Combo überraschend handlich, trotz ihres umfangreichen Zubehörs. Die magnesiumlegierte Struktur sorgt für Robustheit und gleichzeitig eine leichte Handhabung, während die ergonomische Griffform den Langzeiteinsatz erleichtert. Der 1,8-Zoll-OLED-Touchscreen bietet eine klare Anzeige und erlaubt direkte Anpassungen wie ISO oder Blende, ohne die Kamera zu berühren.
- Modularität: Der Dual-Handle und der BG21 Grip ermöglichen einen stabilen Zweihand-Betrieb, ideal für längere Drehs.
- Verarbeitung: Die hochwertigen Materialien und präzisen Gelenke überzeugen, allerdings kann der Wireless Transmitter bei rauen Bedingungen lose wirken.
- Tragbarkeit: Die mitgelieferte Tragetasche schützt das Equipment und erleichtert den Transport.
Die RS 4 Combo ist nicht wasserdicht, daher empfiehlt sich bei Regen oder Feuchtigkeit ein Schutzcover (separat erhältlich). Die Akku-Laufzeit von etwa 12 Stunden macht sie zu einer zuverlässigen Wahl für ganztägige Drehs.
4. Stabilisierung & Performance: Ein Meisterwerk der Technik
Die 3-Achsen-Stabilisierung der RS 4 Combo, basierend auf der 4. Generation Titan-Technologie, liefert beeindruckende Ergebnisse. Selbst bei schnellen Bewegungen oder unebenem Gelände bleiben Aufnahmen stabil, was sie ideal für Laufaufnahmen, Fahrzeugshots oder Interviews macht. Die neue ActiveTrack 6.0-Funktion nutzt KI, um Objekte präzise zu verfolgen, sogar bei wechselnden Lichtverhältnissen oder komplexen Hintergründen.
- Test im Freien: Bei einem 2-km-Lauf mit einer Sony A7 IV (1,8 kg) zeigte die Stabilisierung minimale Vibrationen, auch bei Sprüngen.
- Motion-Lapse: Der Modus erzeugt kreative Zeitraffer mit flüssigen Kamerabewegungen, perfekt für urbane Szenen.
- Schwachstelle: Bei sehr schweren Setups (nah an der 4,5-kg-Grenze) kann die Stabilisierung leicht nachlassen, besonders bei schnellen Drehungen.
Der Focus Motor ermöglicht eine präzise manuelle Fokuskontrolle, während der Wireless Transmitter kabellose Steuerung von Kameraeinstellungen (z. B. Blende, Verschlusszeit) erlaubt – ein Gamechanger für Solo-Drehs.
5. Bedienung: Intuitiv, aber mit Lernkurve
Der 1,8-Zoll-OLED-Touchscreen ist das Herz der Bedienung: Hier kannst du Parameter wie Weißabgleich oder ISO direkt anpassen, was Zeit spart. Die DJI Ronin App ergänzt dies mit erweiterten Einstellungen und Firmware-Updates. Die Einrichtung ist einfach – das Kalibrieren dauert etwa 2 Minuten – doch die Nutzung komplexer Funktionen wie ActiveTrack erfordert Übung.
- Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Montiere deine Kamera und balanciere sie mit den Justierschrauben.
- Lade die DJI Ronin App und verbinde den Gimbal via Bluetooth.
- Kalibriere die Achsen über die App oder den Touchscreen.
- Aktiviere ActiveTrack und wähle dein Zielobjekt.
- Teste die Stabilisierung mit einer kurzen Aufnahme.
- Tipp: Nutze die App-Tutorials für eine schnelle Einarbeitung.
Die kabellose Steuerung ist ein Highlight, allerdings kann die Reaktionszeit bei schwachem WLAN variieren.
6. Praxis-Test: Einsatz in verschiedenen Szenarien
Im Test wurden die RS 4 Combo in drei Szenarien eingesetzt: ein Stadtwalk, ein Autoshoot und ein Interview. Beim Stadtwalk glänzte die Stabilisierung bei schnellen Schritten, während der Dual-Handle den Komfort steigerte. Im Auto lieferte der Gimbal glatte Aufnahmen trotz Kurven, dank der robusten Achsen. Beim Interview überzeugte ActiveTrack, indem es den Sprecher präzise verfolgte, auch bei Bewegungen durch den Raum.
- Stärke: Die Vielseitigkeit bei unterschiedlichen Kameras und Drehs.
- Verbesserungspotenzial: Die Akkulaufzeit könnte bei intensiven Drehs knapp sein (nach 10 Stunden 20 % Rest).
7. Vergleich: DJI RS 4 Combo vs. Zhiyun Weebill 3S vs. Moza AirCross 3
| Merkmal | DJI RS 4 Combo | Zhiyun Weebill 3S | Moza AirCross 3 |
|---|---|---|---|
| Tragkraft | 4,5 kg | 4,0 kg | 3,2 kg |
| Gewicht | 1,36 kg | 1,47 kg | 1,03 kg |
| Akkulaufzeit | 12 Stunden | 10 Stunden | 8 Stunden |
| Stabilisierung | 4. Gen Titan | Z-Yaw 3.0 | Instapeg 3.0 |
| Preis (2025) | ~699 € | ~550 € | ~450 € |
Die RS 4 Combo übertrifft die Konkurrenz in Tragkraft und Laufzeit, während Zhiyun und Moza günstigere Alternativen für leichtere Setups bieten. Die DJI-Technologie punktet mit Präzision und Zubehör.
8. Vor- und Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
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|
9. Profi-Tipps für den Einsatz
- Balancieren: Nimm dir Zeit beim Justieren, um maximale Stabilität zu gewährleisten.
- Zubehör: Nutze den Dual-Handle für längere Drehs oder das Mini-Tripod für statische Aufnahmen.
- Firmware: Halte die Software aktuell, um neue Features wie ActiveTrack-Optimierungen zu nutzen.
- Schutz: Verwende eine Hülle bei Outdoor-Einsätzen, um Staub und Kratzer zu vermeiden.
10. Häufige Fragen (FAQ)
- Welche Kameras sind kompatibel?
Fast alle Spiegelreflex- und Mirrorless-Kameras bis 4,5 kg (z. B. Sony A7 IV, Canon R5). - Wie lange hält der Akku?
Ca. 12 Stunden bei normaler Nutzung, weniger bei schwerer Belastung. - Kann ich den Gimbal im Regen nutzen?
Nein, ein separater Regenschutz ist nötig. - Was ist ActiveTrack 6.0?
Ein KI-gestütztes Tracking, das bewegte Objekte automatisch verfolgt.
11. Fazit: Für wen lohnt sich die DJI RS 4 Combo?
Die DJI RS 4 Combo ist ein erstklassiger Gimbal, der mit seiner Stabilisierung, Vielseitigkeit und dem umfangreichen Zubehör überzeugt. Sie ist die ideale Wahl für Videografen, die professionelle Ergebnisse bei Events, Filmen oder Reisen suchen.
Mit der 4. Generation Titan-Stabilisierung und ActiveTrack 6.0 hebt sie sich von der Konkurrenz ab. Zwar ist der Preis (~699 €) hoch und die Lernkurve spürbar, doch für Profis und Enthusiasten, die Wert auf Qualität und Flexibilität legen, ist sie ein unverzichtbares Werkzeug. Für Einsteiger könnten günstigere Alternativen wie der Moza AirCross 3 attraktiver sein.
Key Takeaways
- Stabilisierung: 3-Achsen-Technologie für perfekte Aufnahmen.
- ActiveTrack: KI-gestütztes Tracking für dynamische Szenen.
- Design: Robust und ergonomisch, aber nicht wasserdicht.
- Preis-Leistung: Hoher Wert für Profis, teuer für Anfänger.
- Zubehör: Dual-Handle und Focus Motor als Bonus.
