Elgato 4K60 Pro MK.2 Testbericht 2025: Die ultimative Capture-Karte für Streamer
Die Elgato 4K60 Pro MK.2 ist mehr als nur eine Capture-Karte – sie ist ein leistungsstarkes Werkzeug für Streamer und Content-Creator, das 4K60-Aufnahmen mit HDR10 und Multi-Feed-Funktionen ermöglicht. Egal, ob du ein Gaming-Enthusiast bist, der seine Streams auf das nächste Level heben möchte, oder ein professioneller Videoproduzent, der hochwertige Inhalte erstellen will: Die 4K60 Pro MK.2 verspricht beeindruckende Qualität und geringe Latenz. Aber hält sie, was sie verspricht? In diesem Testbericht werfen wir einen detaillierten Blick auf die Elgato 4K60 Pro MK.2, ihre Features, Stärken und Schwächen – und verraten, für wen sie sich wirklich lohnt.
1. Überblick: Was macht die Elgato 4K60 Pro MK.2 so besonders?
Die Elgato 4K60 Pro MK.2 ist die Weiterentwicklung der 2017 eingeführten 4K60 Pro, einer der ersten Capture-Karten für 4K60-Aufnahmen. Als interne PCIe-Karte mit HDMI 2.0-Unterstützung bietet sie Aufnahmen in 4K bei 60 FPS mit HDR10-Qualität und erweitert die Funktionalität durch Multi-Feed-Aufnahmen, die gleichzeitiges Streamen und Aufzeichnen ermöglichen. Sie richtet sich an Gamer, Streamer und Content-Creator, die hohe Auflösungen und eine stabile Performance benötigen. Mit ihrem kompakten Design und einer Preisspanne von etwa 250 bis 300 Euro (Stand 2025) zielt sie auf den gehobenen Mittelklasse-Markt ab.
- 4K60 HDR10-Aufnahmen: Bis zu 4K bei 60 FPS mit satten Farben.
- Ultra-Low-Latency: Geringe Verzögerung für Echtzeit-Streams.
- Multi-Feed-Funktion: Gleichzeitiges Streamen und Aufnehmen.
- Kompatibilität: Perfekt für PS5, Xbox Series X und OBS.
- Kompakte Bauweise: Passt in kleine Gehäuse mit breiter und schmaler Slotblende.
Im Lieferumfang enthalten sind die PCIe-Karte, ein Low-Profile-Bracket für kompakte Gehäuse, eine Installationsanleitung und eine Treiber-CD. Optional gibt es Kabel-Adapter oder HDMI-Switches für erweiterte Konfigurationen.
2. Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Abmessungen | Kompatibel mit PCIe x4/x8/x16, Low-Profile-Option |
| Gewicht | Ca. 120 g |
| Auflösung | 4K60 HDR10, 1440p/144 Hz, 1080p/240 Hz (Passthrough) |
| Schnittstelle | PCIe x4, HDMI 2.0 (Eingang/Ausgang) |
| Latenz | Ultra-Low-Latency (<100 ms) |
| Systemanforderungen | Windows 10 (64-Bit), Intel i7 6. Gen oder AMD Ryzen 7, NVIDIA GTX 10xx oder besser |
| Max. Bitrate | 100 Mbps (empfohlen: 50 Mbps) |
| Konnektivität | HDMI 2.0, kompatibel mit OBS, Streamlabs, 4K Capture Utility |
| Weitere Features | Multi-Feed, HDR10-Unterstützung, kompakte Bauweise |
3. Design & Verarbeitung: Kompakt, robust, aber mit Einschränkungen
Die Elgato 4K60 Pro MK.2 ist mit ihrer kompakten Bauweise ein Hingucker unter den Capture-Karten. Sie passt in nahezu jedes Gehäuse, dank des mitgelieferten Low-Profile-Brackets auch in kompakte HTPC-Systeme. Das Metallgehäuse sorgt für Stabilität und Wärmeableitung, während die HDMI-Anschlüsse sicher sitzen.
- Installation: Die Karte lässt sich leicht in einen PCIe-Steckplatz einsetzen, und die Anleitung ist klar gestaltet.
- Port-Layout: Der HDMI-Eingang und -Ausgang sind gut platziert, aber enge Gehäuse können Kabelmanagement erschweren.
- Schwachstelle: Keine integrierte Kühlung – bei Dauerbetrieb kann sie warm werden, was eine zusätzliche Lüftung erforderlich machen könnte.
Die Verarbeitung ist hochwertig, aber die Abhängigkeit von externen Kabeln und Switches kann die Robustheit einschränken, besonders bei mobilen Einsätzen.
4. Leistung: 4K60 HDR10 mit minimaler Latenz
Im Praxistest wurde die 4K60 Pro MK.2 mit einer PS5, einem High-End-PC (Intel i7-12700, RTX 3080) und OBS getestet. Ergebnisse:
- 4K60 HDR10-Aufnahmen: Die Bildqualität ist hervorragend, mit satten Farben und klarem Detail, wie bei *Cyberpunk 2077* getestet. Eine Bitrate von 50 Mbps lieferte optimale Ergebnisse ohne Artefakte.
- Ultra-Low-Latency: Die Verzögerung lag unter 100 ms, was sie für Echtzeit-Streams ideal macht, besonders bei kompetitiven Spielen.
- Multi-Feed-Funktion: Gleichzeitiges Streamen und Aufnehmen funktionierte stabil, erfordert aber ein starkes System (mind. 16 GB RAM, i7).
- Passthrough: 1080p bei 240 Hz und 1440p bei 144 Hz liefen einwandfrei, 4K60 war stabil, aber 8K wurde nicht unterstützt.
Ein Nachteil war die gelegentliche Signalunterbrechung bei HDMI-Switches, die ein erneutes Einstecken erforderte. Dies scheint systemabhängig zu sein.
5. Software & Einrichtung: Intuitive Bedienung mit Einschränkungen
Die Elgato 4K Capture Utility (Version 1.6.1 oder neuer) bietet eine einfache Oberfläche für Einstellungen und Aufnahmen. Für Streamer ist OBS die bessere Wahl, da es mehr Anpassungsmöglichkeiten bietet.
- Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung:
- Überprüfe die Systemanforderungen (i7, GTX 10xx) und installiere die neuesten Treiber.
- Stecke die Karte in einen PCIe-Slot und verbinde HDMI-Kabel (Eingang von der Konsole, Ausgang zum Monitor).
- Lade die 4K Capture Utility herunter und aktualisiere sie.
- Wähle 4K60 HDR10 und teste die Latenz mit einem Spiel.
- Konfiguriere OBS für Multi-Feed und starte die Aufnahme.
Die Software ist benutzerfreundlich, aber die fehlende macOS-Unterstützung schließt Apple-Nutzer aus.
6. Vergleich: Elgato 4K60 Pro MK.2 vs. AVerMedia CG575 vs. Elgato 4K Pro
| Merkmal | Elgato 4K60 Pro MK.2 | AVerMedia CG575 | Elgato 4K Pro |
|---|---|---|---|
| Auflösung (Aufnahme) | 4K60 HDR10 | 4K60, 8K30 | 4K60, 8K60 |
| Passthrough | 4K60, 1080p/240 Hz | 8K60 | 8K60 | Gewicht | Ca. 120 g | Ca. 150 g | Ca. 130 g |
| Preis (ca.) | 250-300 € | 280 € | 299 € |
| OS-Unterstützung | Windows 10 | Windows, macOS | Windows 10 |
Die MK.2 ist für 4K60-Nutzer ideal, während die CG575 und 4K Pro für 8K und Mac-Kompatibilität besser geeignet sind.
7. Vor- und Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
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|
8. Profi-Tipps für die Elgato 4K60 Pro MK.2
- Kabelmanagement: Nutze kurze, hochwertige HDMI-Kabel, um Signalverluste zu vermeiden.
- Lüftung: Bei Dauerbetrieb eine zusätzliche Gehäuselüftung installieren.
- Firmware-Updates: Regelmäßig prüfen, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.
- Testlauf: Vor Streams einen Test mit Multi-Feed durchführen, um Stabilität zu gewährleisten.
9. Häufige Fragen (FAQ)
- Unterstützt die Karte 8K?
Nein, sie ist auf 4K60 begrenzt, da sie HDMI 2.0 nutzt. - Funktioniert sie mit macOS?
Nein, nur Windows 10 wird unterstützt. - Welche Bitrate ist optimal?
50 Mbps für 4K60 HDR10, 20 Mbps für 1080p. - Kann ich sie für Aufnahmen ohne Stream nutzen?
Ja, die 4K Capture Utility ist dafür ideal.
10. Fazit: Für wen lohnt sich die Elgato 4K60 Pro MK.2?
Die Elgato 4K60 Pro MK.2 ist ein beeindruckendes Gerät für Streamer und Creator, die 4K60 HDR10-Aufnahmen mit minimaler Latenz benötigen. Sie überzeugt durch ihre Multi-Feed-Funktion, die stabile Leistung und die einfache Integration mit OBS.
Mit ihrer kompakten Bauweise und der Unterstützung für PS5 und Xbox Series X hebt sie sich von der Konkurrenz ab. Zwar hat sie Schwächen wie die fehlende macOS-Unterstützung und die HDMI 2.0-Beschränkung, doch für Windows-Nutzer mit 4K-Ansprüchen ist sie ein unverzichtbares Werkzeug. Wer 8K oder Mac-Kompatibilität sucht, sollte auf die Elgato 4K Pro oder AVerMedia CG575 setzen. Für aktuelle 4K-Projekte bietet die MK.2 jedoch ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Key Takeaways
- 4K60-Aufnahmen: Hervorragende HDR10-Qualität.
- Ultra-Low-Latency: Perfekt für Echtzeit-Streams.
- Multi-Feed: Gleichzeitiges Streamen und Aufnehmen.
- Kompatibilität: Nur Windows, ideal für Konsolen.
- Preis-Leistung: ~250-300 €, stark für 4K-Nutzer.
